Frage:
Wo ist das 'helle Licht'?
BeiYin: Bei dieser Frage erscheint
es so, als hättest du eine Art Vision,
so als ob dieses 'Licht' existiert, obwohl
du es nicht sehen kannst. Die Ursache könnte sein, daß deine
Augen geschlossen sind, oder daß du noch immer Scheuklappen trägst.
Anstatt zu fragen wo es ist, solltest du fragen, warum
du es nicht siehst. Falls es keine konkrete Antwort
gibt, ist es das beste, darauf zu vertrauen,
daß das Licht erscheinen wird, wenn du dafür bereit bist. Jetzt
hängt deine Vision zu sehr von deinem persönlichen Bild ab.
Frage:
Ich habe etwas gefühlt und es sieht nicht so aus, als ob es jetzt
noch so ist. Also ja, - es ist eine Art von Vision.
Indem ich danach frage, fühle ich,
daß ich die Wirklichkeit überprüfe.
Du hast recht, die beste Frage ist nicht,
'wo ist es', es ist besser zu fragen: 'warum sehe ich es nicht'. Du gibst
einen praktischen Ratschlag, es herauszufinden - obwohl du schon die Antwort
gibst...
Na gut, also ich weiß, die Augenklappen
sind noch an ihrem Platz, daß ist ja wenigstens etwas. Wenn es keine
Antwort auf meine Frage gibt, dann kann ich sehen, daß Vertrauen
eine viel bessere Alternative ist, als über etwas zu jammern, das
noch nicht da ist.
Frage:
Wo ist dieses 'Fließen des Verstehens'?
BeiYin: Verstehen ist das Ergebnis
eines Prozesses und kommt wie von selbst, es muß nicht forciert werden,
sonst wäre es nur ein Mittel zum Zweck des Überlebens. 'Wissen
und Verstehen' sind offensichtlich Teil deines persönlichen
'Eigentums', von dem du deine 'Selbstbestätigung' bekommst. An diesem
'Eigentum' zu hängen und es zu verteidigen ist ein Hindernis, daß
es zu überwinden gillt...
Frage:
Diese Frage kommt wahrscheinlich von einer anderen Vision, aus dem selben
Grund gestellt wie die davor. In jedem Fall stimme ich dem zu, was du hier
über das 'Verstehen' sagst. Frage ich, weil dies für mich das
wichtigste ist? Vielleicht ist das so. Ich werde darüber nachdenken.
Frage:
Wie fühlt es sich an, 'heim zu kommen zu seinem Wesen'?
BeiYin: Mit dieser Frage versuchst
du, dich eines Zustands zu versichern, den du nicht kennst. Du kannst nur
'heim kommen', wenn du aufgibst, an deiner momentanen Existenz zu hängen,
die mit Sicherheit das Festhalten an einen Zustand des Träumens ist,
aber du fürchtest dich davor aufzuwachen und fragst danach, wie es
sein wird, aufzuwachen – bevor du wagst, einen Schritt weiter in Richtung
'Aufwachen' zu gehen...
Frage:
Ich sehe, daß indem ich diese Fragen stelle, ich versuche zu bestimmen,
ob ich erwacht bin oder nicht. Ich fühle nicht, daß ich 'erwacht'
bin, weil ich eine Art Vision habe, die darauf hindeutet, wie es wirklich
sein könnte. Es scheint nicht so zu sein, daß die nach
normaler
Bestätigung suchende Persönlichkeit
so ehrlich sein könnte um solch eine Frage zu stellen, aber mit der
in Erscheinung tretenden Reaktion der Enttäuschung, wenn das Verlangen
nicht erfüllt wird, wird es dann deutlich. Also ist es offensichtlich
ein Festhalten an diesem Verlangen.
Frage:
Es scheint keinen Weg zu geben, zu 'wissen'.
BeiYin: Es gibt zu viele Wege zu
'wissen'. Alle haben sehr wenig zu tun mit 'Realität', die nur aus
der direkten Erfahrung des Lebens kommen kann.
Frage:
Wenn ich dies sage, gestehe ich ein, daß die 'Persönlichkeit'
es nicht verstehen kann.
BeiYin: Wenn die 'Persönlichkeit'
es nicht verstehen kann, wer kann es dann?
Frage:
Ich erkenne, daß dies höchstwahrscheinlich die Grundlage meines
Festhaltens an meiner momentanen Existenz ist, mein starkes Bedürfnis,
zu wissen oder zu verstehen. Dieses Gefühl, daß vom sich um
mich selbst drehen meiner Persönlichkeit entsteht, ist es, was
mich fühlen läßt, daß ich existiere. Also dann sage
ich mir, daß ich loslassen muß zu denken, daß ich 'weiß',
weil ich sehe, daß dies die Ursache für das Verteidigungsspiel
der Interpretationen ist, daß mich völlig mit dieser Struktur
identifiziert sein lässt. Es scheint also, daß zu schauen und
zu beobachten erlaubt, aus einer anderen Quelle heraus zu antworten - jenseits
des gewöhnlichen Verteidigens von Reaktionen - die direktes Wissen
und Verstehen zu enthalten scheint.
Also gibt es dann vielleicht doch ein 'Verstehen',
welches widergespiegelt wird in der persönlichen Struktur, aber es
ist nur vorübergehend, man sollte sich nicht daran hängen.
Frage:
Erwarte ich zu viel?
BeiYin: Ja, das tust du, aber andererseits
ist Erwartung der Motor, der dich bewegt. Also Enttäuschung, Frustration
und Leiden hervorruft, dich in schmerzhafte Situationen bringt, die dich
dazu bringen, dich selbst in deiner Haltung und Posituon in Frage zu stellen...
Frage:
Also kann die Vision der Motor sein, der dich weiter treibt, und die Enttäuschungen
der Realitäts- Test, der dich zurück zu dir selbst bringt. Klammere
ich mich an das Verstehen?
BeiYin: Ja, das tust du. Dies ist
ganz natürlich und auf diese Weise kann die 'Persönlichkeit'
überleben, das ist 'menschlich'.
Frage:
Selbst obwohl alles interpretiert ist?
BeiYin: Es gibt keine objektive Realität
in persönlichem Verstehen. Alles ist subjektiv und Ergebnis von Interpretation,
basierend auf den persön- lichen Hintergrundstrukturen.
Frage:
Bin ich dabei, mich von meinen eigenen Reaktionen zu lösen?
BeiYin: Um in der Lage zu sein,
deine eigenen Reaktionen zu beobachten, braucht es ein gewisses 'sich Lösen'.
Die meisten Leute werden von ihren Reaktionen geschluckt und sind nicht
in der Lage, zu beobachten. Die Reaktion gibt ihnen 'Identität' und
den Beweis ihrer Existenz, weil die Persönlichkeit aus Emotionen und
Gedanken geformt ist. Also suchen die Menschen im Allgemeinen und jede
Person für sich, ständig nach Bestätigung. Es ist ein langwieriger
Prozess, an den Punkt zu gelangen, wo diese automatischen Reaktionen in
Frage gestellt werden.
Bevor dies passiert, wird alles getan, um
seinen 'Besitz' zu schützen. Es gibt ein ausgefeiltes Verteidigungssystem.
So lange ein Mensch noch nicht bereit ist, wird er dieses System nicht
in Frage stellen, nicht einmal bereit sein, irgendetwas zuhören, daß
die Gefahr in sich birgt, dieses System zu untergraben. Wenn du also das
Gefühl hast, daß du dich von deinen eigenen Reaktionen löst,
dann zeigt das, daß du wahrscheinlich genug gelitten hast und daß
du offen bist, die ersten Schritte über deine Persönlichkeit
hinaus zu gehen.
Frage:
Ich fühle mich offener und demutsvoller im Moment, dank der letzten
Runde des Leidens, und so fühle ich auch die Bestimmtheit erneuert,
mit der ich mich selbst erkennen will. Diese neue Einstellung scheint mir
die nötige Distanz zu geben, um objektiver wahrzunehmen. Aber es ist
auch seltsam, daß es sich so spaltet. Es war Furcht in meiner Frage,
weil ich mich erinnere, daß ich in der Vergangenheit meine eigenen
Reaktionen überhaupt nicht wahrnehmen und erkennen konnte.
Frage:
Nehme ich eine neue Position ein?
BeiYin: Auf deinem Weg nutzt du Trittsteine.
Du benutzt einen, um zum nächsten zu gelangen. Mit jedem nimmst du
eine neue Position ein. Diese Position ist immer 'neu', aber sie gibt eine
gewisse Sicherheit. Das ist es, was du immer noch brauchst, obwohl es andere
Wege zu überleben gibt; z.B. sich leicht an jede Art von Situation
anzupassen, wahrscheinlich durch 'nicht Bezug nehmen' oder nicht Antworten,
oder dadurch mit nur minimalem Aufwand Probleme zu vermeiden, indem man
sich nicht auf eine Herausforderung einlässt...
Frage:
Wenn ich sage "eine Position einnehmen", dann meine ich eigentlich "erträumen".
Ich verstehe es eher, wenn du es 'anpassen' nennst. Das macht Sinn, daß
man von einem Stadium ins nächste wächst, und jedes verschieden
vom vorherigen ist. Warum braucht man Sicherheit?
Ist es so, daß ich sie immer noch
brauche oder brauchen alle wachsenden Systeme sie? Ich sehe eine Herausforderung...
Frage:
Bin ich auf der Suche nach einer neuen Rolle?
BeiYin: Mit jedem Schritt, den du
gehst, kann sich deine Rolle ändern. Dadurch passt du dich an neue
Situationen an. Wahrscheinlich bist du nicht in erster Linie auf der Suche
nach neuen Rollen, weil die Anpassung automatisch geschieht, aber es könnte
auch sein, daß du nach etwas suchst, um dich selbst auf eine andere
Weise zu erfahren, weil dir die alte Weise nicht mehr genug Befriedigung
und Bestätigung gibt.
Frage:
Ich verstehe den ersten Teil, wo du über den Wachstums- und Anpassungsprozess
sprichst. Der zweite Teil ist das, worüber ich mich sorge, dahingehend,
daß ich sehe, daß es die Persönlichkeit ist, die sich
selbst neu erfindet. Dasselbe alte Bestätigungsspiel wird immer noch
gespielt.
BeiYin: Das Bedürfnis in der
eigenen Existenz bestätigt zu werden, ist ein natürlicher Bestandteil
des Seins, in allem was existiert, von der kleinsten Zelle bis zur höchsten
Bewusstseinsform. Dies ist ein untrennbarer Teil des Wachstumsprozesses
und
es ist gut, dies nicht auf eine negative Weise zu sehen, obwohl es so viele
negative Aspekte mit sich bringt....
Frage:
Bin ich dabei, mich noch weiter abzuspalten?
BeiYin: Nicht notwendigerweise, weil
dein System alles tut, sich selbst zusammen zu halten und sein Stadium
des Seins zu bewahren.
Frage:
Das System ist der eingebaute Überlebensmechanismus?
BeiYin: Alle Systeme haben einen
eingebauten Überlebensmechanismus, der Teil und Aspekt der innewohnenden
Wachstumskraft ist.
Frage:
Mache ich mir gerade wieder etwas vor?
BeiYin: Natürlich machst du
das! Es gibt keinen anderen Weg. Es ist Teil deiner Existenz, dir etwas
vorzumachen - um zu überleben.
Frage:
Ich verstehe diese Antwort nicht.
Laura: Bedeutet das, daß insbesondere
die Fragerin sich etwas vormacht, oder meinst du dies allgemein, für
jeden?
BeiYin: Jeder macht sich selbst etwas
vor, mehr oder weniger und damit auch seiner Umwelt. Ich schätze da
gibt es keine Ausnahmen. Der erste Schritt ist, sich diese Tatsache anzuschauen
und zu akzeptieren, dann könnte es möglich sein, daß sich
die Möglichkeit auftut, darüber hinaus zu gehen. Nur dann, weil
wir uns, so lange wir an unser kostbares Wissen und unsere Weisheit glauben
und unsere Selbstbestätigung daraus ziehen, immer etwas vormachen
werden.
Frage:
Es sieht so aus, als würdest du sagen, daß dieses 'sich selbst
etwas vormachen'- Syndrom geschieht, weil wir wachsen, was in irgendeiner
Weise mit unseren eingebauten Reaktionen in Verbindung steht, die zum Zwecke
unseres weiteren Überlebens bestehen. Ich kann nun sehen, daß
alle diese Reaktionen einen Abwehrmechanismus unserer Persönlichkeit
darstellen, die darin einen Sinn ergeben, daß sie automatisch ablaufen.
Zu dem einfachen Zweck, daß sie uns am Leben erhalten. Dieses Verstehen
ist wohl das, was eine objektivere Sicht erlaubt und in die Lage versetzt,
sie wahrzunehmen und zu beobachten.
Frage:
Habe ich einen cleveren Verteidigungsmechanismus angenommen?
BeiYin: Ja, natürlich. Dein
Lernen geht in alle Richtungen, insbesondere und zu allererst, um dir zu
helfen zu überleben.
Frage:
Überleben, überleben, überleben...
BeiYin: Vielleicht wäre es eine
nützliche Übung, eine Liste all der verschiedenen Wege zu erstellen,
die du einschlägst, um dich selbst zu verteidigen. Du mußt wirklich
genau hinschauen, um die hoch entwickelten Tricks zu entdecken, die deine
Persönlichkeit benutzt. Das bedeutet auf Eindrücke zu reagieren
oder – nicht zu reagieren....
Frage:
Ich hab das gemacht und soweit sehe ich, daß ich die 'nicht reagieren'-Technik
ganz schön häufig benutze.
Frage:
Ich befürchte, daß ich mit all dem noch nicht fertig bin.
BeiYin: Natürlich nicht. Was
erwartest du? Suchst du nach einer Sofort- Methode? Warum 'fürchtest'
du? Weil du genug davon hast, Enttäuschung und Frustration zu erfahren?
Du möchtest aus deiner schmerzvollen Existenz heraus? Du bist also
gefangen in deiner Erfahrung, du möchtest da raus, aber im selben
Moment gibt es dir den Beweis deiner Existenz und darauf willst du nicht
verzichten und es nicht gehen lassen.
Frage:
Ich hätte gern eine Sofort-Methode, daß ist sicher. Ja, ich
bin es leid, diese Enttäuschungen und Frustrationen zu erfahren. Ja,
ich möchte aus meiner schmerzvollen Existenz raus und ja, es sieht
so aus, als bin ich in meiner Erfahrung gefangen, weil sie mir einen Existenzbeweis
gibt und dies kann ich nicht los lassen. Dies ist die Wirklichkeit, ist
es dies was es bedeutet, zu 'überleben'? Besser diese Wahrheit akzeptieren
lernen und wie man damit am besten umgeht?
BeiYin: Ja, es könnte das Beste
sein die Informationen zu akzeptieren,
die dir helfen können, aus deinem Konflikt
heraus zu kommen. Die Frage ist nicht, damit am besten umzugehen, sondern
bereit zu sein, es als Gegebenheit zu akzeptieren und hinter sich zu lassen,
- hindurch zu gehen...
Frage:
Wie ich es verstehe, hat die Persönlichkeit das Gefühl, zu überleben,
wenn sie einen Lebensbeweis bekommt in dem sie die Reaktionen, die geschehen,
verteidigt. Also scheint es, daß wenn man einmal klar sieht, wie
dieses Überlebensspiel funktioniert, daß man dann einfach aufhören
kann, die Reaktionen zu verteidigen, keine Energie mehr dahinein zu geben.
Ist dies 'Gehenlassen' oder die Bereitschaft da durch zu gehen?
Frage:
Hat dies jemals ein Ende?
BeiYin: Es könnte ein Ende geben,
falls deine Furcht ein Ende findet und dies ist Teil deines Wachstumsprozesses
und hängt zum größten Teil von dir selbt ab. Du bist kein
Opfer deiner eigenen Furcht. Dies ist eine Reaktion, um dein System zu
schützen. Sei dir dessen bewusst! Dann wirst du in der Lage sein,
darüber hinaus zu gehen.
Frage:
Okay, ich werde versuchen hinzuschauen um mir dessen bewußt zu werden,
wenn diese Furchtreaktion auftaucht.
Frage:
Ich fürchte mich, weil ich nicht weiß.
BeiYin: Jetzt weißt du also,
wo du auf effektive Weise beginnen kannst.
Frage:
Okay.
Frage:
Ich fühle mich verunsichert und aus dem Gleichgewicht gebracht.
BeiYin: Du hängst an all dem,
was dir Identität gibt. Gleichzeitig ist der Drang vorhanden, los
zu lassen und dieser Konflikt provoziert Furcht.
Frage:
Ich stimme dem zu, daß ich immer noch zu voll bin, also muß
es Furcht sein, die dieses Gefühl erschafft. Trotzdem weiß ich
nicht, was ich mit dem Konflikt machen soll, der dies provoziert.
BeiYin: Du mußt überhaupt
nichts machen und du kannst auch nichts machen. Es ist eine Last, die du
mit dir trägst, es ist nicht möglich, sie einfach fallen zu lassen.
Du bist die Last! Du bist mit ihr identifiziert, sie gibt dir das Gefühl
der Existenz und aus diesem reagierst du auf alles was immer sich dir nähert.
So lange wie du dich mit deiner 'Last' identifizierst,
gibt dir dies Bestätigung. Jetzt bist du dir teilweise deiner Reaktionen
bewußt, und damit wirst du dir auch deiner Last bewußt. Dies
ist schon genug, du mußt überhaupt nichts machen. Der Teil deiner
Last, der dir bewußt wird,
wird daraufhin von selbst abfallen...
Frage:
Okay, ich verstehe, daß ich die Last bin und sehe, daß ich
sie nicht fallen lassen kann, weil ich mit ihr identifiziert bin. Es scheint
also, als würde das 'sich dessen bewußt werden' ausreicht.
Frage:
Ich fühle, dass ich an einem kritischen Punkt bin.
BeiYin: Siehst du es als Gelegenheit,
auf eine neue und kreative Weise weiter zu gehen? Was ist kritisch daran?
Frage:
Ich fühle diese Gelegenheit ist (wieder) hier, und es scheint dahingehend
kritisch, daß ich die alte Art und Weise satt habe und auf neue,
kreative Weise vorwärts gehen möchte. Und ich habe jetzt gerade
nicht sehr viel Vertrauen darin, daß ich nicht schon sehr bald nach
etwas greifen werde, um das Persönlichkeitsspiel in Gang zu halten.
Frage:
Ich fühle mich leer, es gibt nichts, was fest ist.
BeiYin: Ist es das Gefühl der
Veränderung, mit dem Ausblick auf ein neues Feld, das einen neuen
Horizont eröffnet? Du solltest es einfach geschehen lassen.... Du
solltest der dir innewohnenden Wachstumskraft vertrauen, dies wird dich
über den kritischen Punkt des 'dich leer Fühlens' hinweg bringen.
Frage:
Ich nehme an, es ist wie das Gefühl der Veränderung, in dem ich
mich nicht mehr als an irgendeinem Verständnis hängend empfinde.
Ich fühle mich von meinen neusten Erfahrungen gedemütigt
und weit offener für etwas neues.
Frage:
Ich weiß, ich will nicht zurück gehen.
BeiYin: Dann schau auch nicht zurück.
Es ist die Herausforderung, mit der du jetzt konfrontiert wirst, darauf
Bezug zu nehmen und zu antworten, mit den Voraussetzungen, die dir jetzt
gegeben sind. Deine Vergangenheit schiebt dich weiter und gibt dir auch
die notwendigen Mittel, um weiter zu gehen.
Frage:
Ich weiß, ich will mich nicht an etwas klammern.
BeiYin: Aber du weißt, daß
sich an etwas klammern für alle Lebewesen der natürlichste Weg
ist, um zu überleben. Also akzeptiere es lieber und schau hin. Warum
willst du nicht mehr klammern? Deine Erfahrung ist, daß du klammerst,
dies ist ein Widerspruch zu dem, was du willst, weil du weißt, daß
du nicht frei sein kannst, solange du dich an etwas klammerst. Hier ist
also ein Konflikt und du kämpfst. Wäre es nicht vielleicht besser,
den Grund für dein Klammern wahrzunehmen und es dann einfach zu beobachten,
wenn es passiert?
Frage:
Dies macht ziemlich viel Sinn. Ja, es ist besser, es zu beobachten, wenn
es passiert und die Gründe kennen zu lernen, dann kämpfst du
nicht dagegen an.
Frage:
Ich weiß, ich will nicht diese Träume leben.
BeiYin: Aber es ist eine Tatsache,
daß du träumst. Du wachst nicht einfach auf, sobald du nur aufwachen
willst. Was jetzt aufgrund deines Wunsches aufzuwachen passiert, ist also
daß du in deinem Traum träumst, daß du aufgewacht bist.
Du wachst also nicht auf, sondern du erschaffst dir nur einen anderen Traum.
Dies ist ganz typisch und einer der vielen Aspekte, die durch dein 'Wissen'
ausgelöst werden.
Frage:
Ich weiß, daß man nicht aufwachen kann, sobald man nur will,
daß man aufwacht. Aber ich gebe auch zu, daß dies ein sich
im Kreis drehen ist: Ich hab den Wunsch und auch den Traum. Hilft es, um
Gnade zu beten?
BeiYin: Du lebst und du nimmst Bezug
darauf und antwortest auf alles so gut wie du in der Lage bist, richtig?
Darüber hinaus meditierst du regelmäßig. Ich denke dies
ist alles, was gebraucht wird. Du kannst beten, wenn sich das richtig für
dich anfühlt, wahrscheinlich wird es niemandem schaden...
Frage:
Nur eines scheint sicher: Ich will herausfinden, wer ich bin.
BeiYin: Jetzt hängt es davon
ab, wie intensiv dieser Wunsch ist. Willst du es herausfinden selbst mit
dem Risiko, daß du entdecken könntest, daß da nichts übrig
bleibt und du einfach ins 'Nichts' fällst?
Frage:
Ja.
BeiYin: OK, dann geh einfach weiter.
Vertrau dir selbst und der Wachstumskraft in dir. Du wirst nicht in 'Nichts'
fallen, daß ist nur ein Bild, welches von der Angst erzeugt wird.
Jetzt hast du alle Werkzeuge, die gebraucht werden und du hast die volle
Unterstützung von allem um
dich herum und allem, was vor dir auftaucht.
Frage:
Ich fühle die Furcht vor dem Bild des 'ins Nichts Fallen'. Aber es
muß auch so sein, daß um dies zu überwinden, man einfach
die Werkzeuge benutzen kann: Beobachtung, Selbstvertrauen und Vertrauen
in alles, was einen umgibt, darauf Bezug nehmend, was das Leben bereit
hält.
Frage:
Für den Moment klammere ich mich vielleicht ans Beobachten, so gut
wie ich kann.
BeiYin: Es ist kein Klammern notwendig.
Für den Moment lebst du einfach so gut du kannst, was auch bedeutet,
daß du so verantwortungsvoll bist, wie du kannst. Du nimmst Bezug
auf das, was auch immer in deinem Leben auftaucht.... was auch immer!!
Frage:
Ich spüre das, bin offener alles zu beobachten, was um mich und in
mir passiert. Ich denke mit dieser Einstellung und der Absicht, meine eigenen
Reaktionen kennen zu lernen und herauszufordern, sollte es möglich
sein.
BeiYin: So ist es.
Jeremy: Du stellst zu viele Fragen.
HALT DEN MUND und sei eins mit der Natur!! MAO TAE
BeiYin: Dieser Person, die all diese
Fragen stellt, zu sagen, daß sie den Mund halten und mit der Natur
gehen soll, ist genauso wie wenn man einen Alkoholiker bitten würde,
nicht zu trinken, oder einen Drogensüchtigen, keine Drogen zu nehmen,
oder einem 'Arbeitswütigen', nicht mehr so viel zu arbeiten, oder
eine Person in tiefer Depression aufzufordern, besser glücklich zu
sein....
Als Konsequenz aus deiner 'Philosophie'
wäre der nächste Schritt, die Leute dahin gehend zu ermuntern,
ihre Kleider auszuziehen und in den Bäumen zu leben und nur Blätter
zu essen und ab und zu mal einen fetten Wurm oder Käfer. Ich darf
vermuten, daß du deine Philosophie selbst lebst und uns somit detailliertere
Anweisungen geben kannst. Oder ist es dir genug, deine schnellen Weisheiten
in den Internet-Wald hinein zu quaken?
Wenn eine Person so viele Fragen stellt,
dann sind die offensichtlich aus einem Drang entstanden, sich selbst auszudrücken,
und aus dem Bedürfnis heraus, Klarheit in einer Konflikt-Situation
zu erlangen. Weil diese Fragen an mich gestellt wurden, habe ich mich verantwortlich
gefühlt, sie zu beantworten. Falls du dir die Mühe gemacht hättest,
meine Antworten zu lesen, dann hättest du gesehen, daß sie Essenz
meiner Antworten nicht so verschieden ist von deinem Ratschlag, mit der
Ausnahme, daß ich einer Person, die ernsthaft sucht, nicht sagen
würde, daß sie ihren Mund halten soll.
Wenn ein Mensch fragt und zeigt, daß
er fähig ist, seinen Verstand zu gebrauchen, dann kann dies genutzt
werden, um eine Antwort zu finden.
Man sollte in der Lage sein, den Unterschied
zu erkennen, ob jemand in seinem Intellekt gefangen ist und dies nur zur
Selbstbestätigung benutzt als eine Art von geistiger Masturbation,
oder ob er es als Teil seiner natürlich Ressourcen nutzt, um einen
Schritt auf das zugehen zu können, was du 'Natur' nennst. Es ist offensichtlich,
daß das Reduzieren der Fähigkeiten eines Menschen auf einen
primitiveren Zustand des Seins weder eine intelligente noch eine kreative
Lösung ist. Wahrscheinlich würdest du auch dafür stimmen,
dem Trinkwasser Beruhigungsmittel beizugeben, um die Bevölkerung zu
so was wie Zombies zu machen, was sie im allgemeinen in ihrer Mehrheit
ohnehin sind.
Als ich Betsys Fragen in den News-Groups
veröffentlicht habe, dann mit dem Gedanken, daß in den ausgewählten
Gruppen, Menschen sein könnten, die an einem Austausch interessiert
sind und somit Gelegenheit bekommen, zu meiner Webseite zu gehen und die
Antworten zu lesen und an einem kreativen Gespräch teilzunehmen.
Wer den Mund halten will, ist frei dies
zu tun, und das wird auch schon ohne deinen Ratschlag im Überfluss
getan. Was denkst du, warum die News-Groups alle mehr oder weniger am Verenden
sind? Wenn sie noch nicht völlig tot sind, dann werden sie es sicher
sein, wenn sie deinem Ratschlag folgen. Also erzähl mir nicht, daß
ich den Mund halten soll und aufhöre, Fragen zu beantworten und verlange
und erwarte nicht von jemandem seinen Mund zu halten, der sich bemüht
sich selbst auszudrücken.
(Übersetzt aus dem Englischen)